Dienstag, Oktober 01, 2013

Tasse/Buch Liaison



Bekannte und Freunde die mich kennen und meine Blogeinträge eifrig mitlesen, kommen manchmal nicht drum herum mich damit aufzuziehen.

Da sitzt man mitten in der Nacht (4 Uhr früh) vor dem Pc, lauscht seinem Lieblingsradiosender und chattet nebenbei mit dem Moderator. Andy ist ein netter Kerl und einer der besten seines Fachs. Er erkundigt sich, ob die ersten Kunden so früh am Morgen schon durch sind, man schreibt über dieses und jenes. Und natürlich bleiben kleine Seitenhiebe nicht aus. Immer wieder fällt das Wort Styropor. Er scheint von diesem  Blogeintrag begeistert zu sein.


Fans und Zuhörer des Senders posten Fotos auf seine Facebook Pinnwand und mir fällt diese eine Tasse auf. Eine "haben wollen" Tasse. Ich gebe zu erkennen genau diese Tasse auch zu wollen. Kurzum schreibt er mir, dass ich sie als Geschenk von ihm erhalte. Im Gegenzug will er eine signierte Kopie meines Buches. Soll er haben.
Das Päckchen will er beim Portier des Senders hinterlegen, für mich zum abholen bereit.
Da ich das Buch aber dem Portier nicht so einfach in die Hand drücken will, durchsuche ich die Wohnung nach Geschenkpapier. Und bei der Suche fällt mein Blick auf das Stück Styropor, an dem ich die Wärme getestet habe. Hah!

Kurzerhand das Buch signiert und mit Styropor verpackt. Ich bin mir sicher dass er über die Idee lachen muss.





Auf jeden Fall sorgte ich dafür, dass er heute Morgen mit einem breiten Grinsen durch seine XL Morningshow führte, er war begeistert von der Idee und verbrannte sich gleich auch mal die Finger. Und ich durfte heute Morgen meinen Kaffee aus der neuen, signierten Tasse geniessen.





Nochmals vielen Dank an Andy von Eldoradio!







Montag, September 30, 2013

Feucht




Schön zu sehen, wer alles auf diesem Blog mitliest. Und verständlich ist es auch. Gibt es eigentlich auch ein "Nass"? Gleich mal googeln.



Der Klassiker


 Der Klassiker zum immer wieder anschauen. Danke an Sarah für den Tipp!








Sonntag, September 29, 2013

Recycling




Sexuelle Hilfmittel werden von 80% meiner Kundschaft benutzt. Seien es Hefte, Filme, aufblasbare Puppen, Potenzmittel, Dildos und Vibratoren in jeglicher Form und Größe.
Mit der Zeit wird es langweilig. Manchmal will ich unterhalten werden. Etwas neues hören.
Aber was erwarte ich eigentlich? Den Aha-Effekt.

Der Kunde holt sich einen runter. Ich höre ein dreimaliges Stöhnen und dann ein leiser Aufschrei und Stille. Es folgt eine mehrmalige Wiederholung. Aber etwas ist anders, im Hintergrund höre ich eine Art "schaben". das Geräusch kommt mir bekannt und gleichzeitig fremd vor. Aus einem dreimaligen Stöhnen wird ein zweimaliges, die Abstände der Pausen werden kürzer, die Pausen selbst länger. Und die Aufschreie lauter und heftiger. Er hat Schmerzen, das kann man eindeutig hören. Aber es scheint ihm zu gefallen.

Meine Neugierde ist geweckt, ich merke sofort dass etwas Neues in der Luft liegt. Und wenn ich neugierig bin, stelle ich Fragen. Aber ich bin auch höflich und warte bis seine "Pippistange", so nennt er sein Teil, zum Abschuss gekommen ist. Jetzt hoffen, dass er nicht sofort auflegt.


Ich: „Hey, ehe du auflegst, warte einen Moment! Ich hätte da noch eine Frage!“

Kunde: „Ja?"

Ich: „Diese Geräusch im Hintergrund, was ist das?“

Kunde: „Styropor.“

Ich: „Styropor? Und was tust du mit Styropor?"

Kunde: „Ich masturbiere damit.“

Das war mir jetzt klar. Ich will eine ausführliche Beschreibung.

Ich: „Du reibst deine Pippistange daran, oder wie?“

Kunde: „Ich habe ein paar Teile zusammengeklebt damit es eine Art Öffnung ergibt und reibe damit mein Pippistange.“

Ich: „ Und warum immer wieder diese Pausen? Hast du Schmerzen dabei? Ist es unangenehm?“.

Kunde: „Es wird verdammt heiss. Aber das gibt mir den Kick. Die Hitze schiesst mit einem Schlag von der Pippistange aus durch den ganzen Körper und ich finde das extrem geil.“

Oh, heiss also. Er wird wohl jetzt eine verbrannte Pippistange haben. Und ich habe natürlich sofort im Keller nachgeschaut ob ich in einer Ecke noch ein Stück Styropor rumliegen habe. Reibe vorsichtig mit den Fingern daran. Nach mehrmaliger Reibung verbrenne ich mir fast die Finger. Und grinse. Verrückter Kerl!















Mittwoch, Juli 17, 2013

Briefverkehr



Manchmal muss eine kleine Pause sein. Aber jetzt bin ich wieder da.

Und wieder gab es einen kleinen Krieg zwischen mir und dem Servicenummer Anbieter. Das ging so weit, dass mir kurzfristig die Leitung blockiert wurde. Nach einigen Telefonanrufen war die Welt wieder in Ordnung. Und ich war definitiv unschuldig. Aber weiter zu einem überraschenden Anruf.


Kunde : „Hör mal, machst du auch Briefverkehr?“

Ich:  „Briefverkehr? Was stellst du dir darunter vor?“

Ich kenne Cybersex, Telefonsex, Camsex und auch SMS-Sex. Vielleicht meint er ja Letzteres.

Kunde: „Na Briefe schreiben, geile und erotische Sachen die du auf Papier schreibst und mir dann schickst.“

Kann ich machen. Copy/Paste aus dem Internet, ausdrucken, fertig. Solange er hin und wieder anruft......

Kunde: „Aber nicht auf dem PC schreiben und ausdrucken, ich meine handgeschriebene Seiten.“

Ich lese "Seiten", er meint also nicht einfach ein paar hingekritzelte Sätze, sondern seitenlange, schmutzige, handgeschriebene Briefe.

Ich: „Nein, tut mit leid. Das mache ich nicht. Ich arbeite nur mit der Stimme. Handarbeit liegt mir nicht so.“

Fehler. Wenn man in der Erotikbranche arbeitet muss man seine Worte mit Bedacht wählen.

Kunde: „Ach ja? Heisst das, du fummelst nicht wirklich an dir rum, während du mit mir telefonierst?“

Ich: „Doch sicher! Aber das ist eine vergnügliche Handarbeit. Aber schreiben ist nicht so mein Ding. Es liegt doch schon ein sehr großer Unterschied zwischen Briefe schreiben und masturbieren,oder?“

Kunde: „Ok, du hast ja recht..“

Immerhin.