Mittwoch, September 26, 2012

Asche auf mein Haupt




Folgende Nachricht flatterte mir per Mail entgegen:


Hallöle! Irgendwie ist mein Blog bei einem Ranking von deinem Blog reingerutscht, ich weiss nicht wie aber egal. Würd mich freuen wenn der dort nicht mehr aufzufinden wäre: Herzlichen Dank^^ 

Oh mein Gott! Wie konnte das geschehen? Es ist eine Games Review Seite und meine Leser sollen sich doch bitte nicht dahin verirren. Ich habe dem jungen Mann erklärt, dass Google und alle wichtigen Rankingseiten leider nicht unter meiner Obhut stehen, ich aber meinen Anwalt jetzt einschalten werde da ich das auch nicht so hinnehmen kann. Telefonsexleser und spielen? Undenkbar! Wo kommen wir denn da hin?

Gut dass mich der Besitzer der Website darauf aufmerksam gemacht hat. Wer von meinen Lesern noch solche Probleme hat, kann sich sehr gerne mit mir in Verbindung setzen.

Ps: Eben bei Facebook dem jungen Mann  sein Profil aufgerufen.
      1. Facebook-Konto sperrangelweit auf
      2. Hat einen Hochschulabschluss in der Waldorfschule













 

Montag, September 17, 2012

Brünett oder blond?






Kunde: „Kannst du mir eine Brünette empfehlen?“

Ich: „Für was? Telefonsex?“

Kunde: „Ja.“

Ich: „Stell dir vor, ich wäre brünett.“

Kunde: „Nein, komm mir nicht mit der Nummer!“

Ich: „Wo liegt das Problem? Hast du keine Fantasie?“

Kunde: „Das hat doch nichts mit Fantasie zu tun. Wenn ich eine Brünette will, soll sie auch brünett sein. Ich finde ihr solltet alle mit Foto inserieren. Oder wenigstens eine Beschreibung in der Anzeige hinzufügen.“

Ich:  „Und du bist dir dann sicher, dass die Bilder oder die Beschreibung der Wahrheit entspricht? Ist es nicht egal ob die Frau am Telefon dir etwas vorlügt oder nicht? Wenn du dir Porno's anschaust, ist es dir da wichtig ob die Frau "ja ja" oder "oui oui" schreit?“

Kunde: „Ja, das ist es in der Tat. Ich muss mich an deiner Beschreibung ergötzen können. Ihr solltet ein Heftchen herrausgeben, mir Fotos und einer kompletten Beschreibung. Und euren Vorlieben.“

Ich : “Aber sicher doch! Telefonsexanbieterinnen aus dem Katalog, was? Hey, es ist Telefonsex, ohne jeglichen Körperkontakt. Soll ich dir mal ganz kurz deine Träume zerstören?“

Kunde: „Wie denn?“

Ich: „Weisst du wieviele Frauen mehrere Nummern haben und unter jeder Nummer ein anderes Profil? Die Frau, die du vielleicht als rothaarige Cheyenne kennst, ist auch die blonde Samira und ebenfalls die schwarzhaarige Tania.Und es gibt sogar welche, die eine zweite Nummer haben, nur um dir deine Zukunft aus den Karten zu lesen.“

Kunde: „Erzähl mir keinen Stuss! Du lügst! Für wie bescheuert haltet ihr uns? Ich für meinen Teil würde das doch sofort merken. Ich habe ein Gehör für Stimmen!“

Er hat ein Gehör für Stimmen. Unserer kleiner Disput ging noch etwa 5 Minuten lang. Ich habe seine Nummer gespeichert. Unter dem Namen "Gehörloser". Wenn er nochmal anruft, werde ich ihm eine Lehre erteilen. Anderer Name, anderes Aussehen UND andere Stimme.







Montag, August 27, 2012

Im Regen backen und die Doggystellung halten

Manchmal komme ich mir vor, als würde ich in einem Film mitspielen. Allerdings in einem mit sehr schlechtem Drehbuch.

Seit 2 Minuten sind der Kunde und ich am rummachen. Wir sind beim Vorspiel, von kleinen Fingereien, bis hin zum Oralsex ist alles dabei.
Er stöhnt und keift, ich stöhne auch. Ohne zu keifen.
Dann plötzlich, wie aus der Pistole geschossen, dieser Satz:

Kunde: „Regnet es auch bei dir?“

Ich: „Bitte was?“

Kunde: „Na ob es bei dir auch gerade regnet?“

Ich: „Ich glaube schon, weshalb?“

Kunde: „Ist mir gerade so aufgefallen. Nun komm Kleines, saug schön weiter!“

Die nächsten Minuten war er wieder komplett auf Sex gepolt.
Bis plötzlich, während der Doggystellung:

Kunde: „Du backst bestimmt auch sehr gerne, oder?“

Ich: „Was??????“

Kunde: „Naja, backen halt. Kuchen, Torten, Kekse und so?“

Ich: „Ehrlich jetzt. Während dem Sex stellst du solche Fragen? Wie kommst du darauf? Machst du das auch im realen Leben?“

Kunde: „Ja sicher, das lockert doch auf, findest du nicht?“

Sicherlich nicht. Ich bin der Meinung dass man während dem Sex nicht unbedingt an andere Sachen denken soll oder gar kann. Da sollte man sich doch einfach gehen lassen. Den Partner mit Smalltalk oder höflichen Fragen kurz vor dem Orgasmus zu dröhnen? Ihr dürft es gerne ausprobieren und mir von euren Gesprächen mit dem Partner berichten. Was er so fragt oder antwortet, während ihr probiert fester und tiefer auf ihm zu reiten.



Mittwoch, August 15, 2012

Gegen die Wand



Ich bin unkompliziert. Und das aus dem Mund eines Mannes.

Kunde: „Du bist so unkompliziert!“ 

Ich: „Ach ja? Wie kommst du zu dieser Aussage?“

Kunde: „Ich bin jetzt seit 19 Jahren verheiratet. Und der Sex mit meiner Frau ist kompliziert. Der Raum muss ideal beleuchtet sein. Und ein Vorspiel von mindestens einer halben Stunde. Erst dann kommen wir zur Sache.“

Ich: „Wo liegt da das Problem?“

Kunde: „Ich will manchmal einfach nur schnellen hemmungslosen Sex haben. Einfach drauf und los. Ohne diese ganze Verführungsnummer und dem Vorspiel. Das raubt mir den letzten Nerv. Muss auch nicht immer sein, nur manchmal. Aber das geht nicht. Wie gerne würde ich meine Frau mitten am Tag einfach hochheben, gegen die Wand drücken und ihr es besorgen. Aber dann kann ich bestimmt meine Koffer packen.“

Ich: „Ja, das ist echt schade. War das denn von Anfang an so? Als ihr noch nicht verheiratet wart?“

Kunde: „Im nachhinein fällt mir tatsächlich auf, dass es schon immer so war. Wahrscheinlich habe ich immer gehofft oder geglaubt dass es sich ändert oder nur eine Frage der Zeit ist. Aber jetzt ist es schon zu spät.“

Zu spät ist es nie. Aber es wird schwer sein für ihn, seine Frau zu einem gelegentlichen Quickie zu überreden. Er hat wahrscheinlich aufgegeben und ruft mich stattdessen an. Einfach mal auf die schnelle zwischendurch eine Nummer schieben.

Ich: „Aber zu einer Prostituierten gehst du nicht, oder?“

Kunde: „Nein, das habe ich auch nicht vor. Ich habe ja so schon ein schlechtes Gewissen weil ich dich anrufe. Das genügt mir. Und es würde sowieso zu viel kosten für die paar Minuten Spass. Faul bin ich auch noch, ich muss mir dann ja eine suchen und erst mal dahinfahren.“

Hoffentlich bleibt er dabei.





Montag, Juli 30, 2012

Orangenhaut erst ab Ende 50

Kunde: „Wie alt bist du?“ 

Ich: „Ende 20.“

Kunde: „Mh, mir nicht alt genug.“ 

Ich: „Was soll ich dir denn antworten? Was willst du hören?“

Kunde: „Nun ja, Ende 50 wär nicht schlecht. Obwohl, nimm das jetzt nicht persönlich, ich weiss es ist wohl noch früh, aber du hörst dich verdammt älter an als Ende 20!“

 Ich: „Ach ja!? Und wenn ich dir jetzt einfach sage, dass ich Mitte 50 bin, bist du dann zufrieden?“

Verdammt älter. Ich glaube es nicht. Diese kleine Dreckssau!

Kunde: „Ja, aber du hast mir ja wohl gesagt, dass du Ende 20 bist. Auch wenn du wesentlich älter klingst hat sich das jetzt in meinem Kopf festgesetzt und ich kann mir Sex einfach nicht mit dir vorstellen. Es sei denn ....“ 

Ich : „Es sei was?“

Kunde : „Du beschreibst mir wie deine Brüste nicht mehr ganz taufrisch und stramm sind, erste Orangenhaut auf deinen Beinen zu sehen ist und auch sonst der Rest deines Körpers nachlässt:“

Orangenhaut erst ab Ende 50. Dieser Mann lebt in einer komplett anderen Welt als wir Frauen. Ich finde das Gespräch schon wieder so widerlich, bin aber zu fasziniert um aufzulegen.

Ich: „Oja, mit Orangenhaut kann ich dir behilflich sein. Meine Brust fällt definitiv der Erdanziehungskraft zum Opfer und ich brauche tatsächlich mehr als 1 Minute um morgens aus dem Bett zu krabbeln. Natürlich auf allen Vieren, ehe ich mich in einer aufrechten Position befinde. Ist es dir so angenehm?“

Kunde: „Nein, nicht wirklich. Jetzt fühle ich mich doch verarscht von dir!“

Gut so. Auch ich bin morgens um 7 Uhr nicht zum scherzen aufgelegt. Seine Morgenlatte darf er mit Freude am Montagmorgen mit zur Arbeit nehmen oder sich an fünfzigjährigen Frauen im kurzen Mini in der Straßenbahn ergötzen.

Ich und meine Orangenhaut bleiben noch im Bett liegen und warten auf den nächsten Kunden, der die etwas müde wirkende Stimme zu schätzen vermag. Und die Hängetitten natürlich auch.